Geschichte

Geschichte des Johann-Amos-Comenius-Bildungswerkes

Johann-Amos-Comenius-Bildungswerk steht in der Tradition des europäischen Humanismus, der christlichen Bildung und des Dialogs zwischen den Kulturen Mittel- und Osteuropas. Namensgeber des Bildungswerkes ist Johann Amos Comenius (1592–1670), der als einer der bedeutendsten Pädagogen Europas gilt. Seine Vorstellung einer Bildung für alle Menschen, unabhängig von Herkunft oder sozialem Stand, prägt bis heute die Arbeit des Bildungswerkes.

Comenius verstand Bildung als Weg zu Frieden, Verständigung und menschlicher Erneuerung. Seine Ideen von Offenheit, internationalem Austausch und ganzheitlichem Lernen bilden bis heute die geistige Grundlage der Arbeit des Bildungswerkes.

Über viele Jahre wurde das Johann-Amos-Comenius-Bildungswerk von Margrit Kempgen mit großem Engagement, klarem Blick und persönlicher Hingabe geleitet. In ihrer Zeit entwickelte sich das Bildungswerk zu einem wichtigen Ort kirchlicher Bildungsarbeit, historischer Erinnerungskultur sowie des deutsch-polnischen und osteuropäischen Dialogs. Studienreisen, Vorträge, Lesungen und Begegnungen mit Menschen und Regionen Europas gehörten dabei ebenso zum Programm wie die Auseinandersetzung mit Geschichte, Kirche und Kultur.

Über viele Jahre wurde die Arbeit des Bildungswerkes maßgeblich von Margrit Kempgen geprägt. Sie organisierte zahlreiche Studienfahrten, kulturelle Veranstaltungen und Projekte zur schlesischen und osteuropäischen Geschichte. In den Programmen des Bildungswerkes wurde sie häufig als Leiterin wissenschaftlicher und kultureller Exkursionen genannt.

Besondere Aufmerksamkeit galt stets den historischen und kulturellen Verbindungen zwischen Deutschland, Schlesien, Sachsen und den Nachbarregionen Mittel- und Osteuropas. Das Bildungswerk verstand und versteht sich dabei als Ort der Begegnung, des Lernens und der Verständigung über Grenzen hinweg.

Heute gehört das Johann-Amos-Comenius-Bildungswerk zum Evangelischen Kirchenkreis Schlesische Oberlausitz. Mit dem Beginn eines neuen Abschnitts übernehmen neue Verantwortliche die Weiterführung dieser Arbeit. Gemeinsam mit Pfarrerin Katharina Städter, Pfarrerin Katharina Ende und Małgorzata Pyzik sollen Bewährtes bewahrt und zugleich neue Akzente gesetzt werden.

Auch künftig werden Bildungsreisen, historische Exkursionen, Vorträge und kulturelle Veranstaltungen das Programm prägen und den Blick auf die Geschichte und Gegenwart Europas erweitern. Ziel bleibt es, Räume für Begegnung, Erinnerungskultur, christliche Bildung und europäische Verständigung zu schaffen.

Im Geist von Johann Amos Comenius bleibt das Bildungswerk ein Ort des Dialogs, der Erinnerung und der Hoffnung auf ein friedliches und gemeinsames Europa.